Mitteilungsblatt

Erfolg mit der "Mogelpackung"

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Wenngleich es seit kurzem nicht mehr Musikantenstammtisch sondern „Aufspiela beim Wirt“ genannt wird, so ist doch eines gewiss: An Qualität und Quantität hat sich offensichtlich nichts geändert. Zumindest nicht beim „Aufspiela beim Wirt“ mit Weißwurstfrühschoppen am 17.02.2008 beim „Almrösl“ im Dachsbau Esslingen-Weil.

Sage und schreibe 28 Musikanten wurden von mir als solche identifiziert, so dass für Gäste und Zuhörer noch eine Biertischgarnitur aufgestellt wurde, damit auch jeder eine Sitzgelegenheit erhielt. Das Lokal war proppenvoll und die Qualität der Musik auf sehr, sehr gutem Niveau! Egal, ob es die (derzeit bis in die Haarspitzen motivierte) Musikjugend des Bayernverein Untertürkheim war oder die „Rumpfmannschaft“ des etablierten Stuttgarter Saitenspiels, ob Uffblosa oder DanzMäG, die 3 Almrösler oder Ernst Steger, die Winkelbachmusikanten oder Rüdiger Bernau, der beim Musizieren noch Kinderbetreuung machte: die Zuhörer zollten den Musikanten hohe Aufmerksamkeit bei maximaler Gemütlichkeit mit Weißwürsten und Weißbier. Zu meiner Überraschung brachten die beiden Gruibinger Klara und Uwe Abt noch eine Gruppe mit, die sie in Regen beim „drumherum“ Volksmusikspektakel kennen gelernt hatten. Moment, wer sagte was von einer bayerischen Gruppe? Nein-nein, wer behauptet denn, dass man in Bayern Bayern trifft? Hierbei handelt es sich um die Wassergass-Musikanten aus der Gegend um Bad Überkingen, die uns mit Harmonika, Tuba und Flügelhorn eine richtig angenehme Tanzbodenmusik auf die Kacheln zauberten. Und schließlich sorgten noch die 4 Alphornbläser aus Boll und Mettingen für ein wenig gebirglerische Stimmung im Keller. Sonne? Ach ja, die gab’s dann anschließend auf dem Nachhauseweg. Hab‘ mir sagen lassen, es soll ein richtig schöner, sonniger Tag gewesen sein. Aber als Dachs hat man’s eben nicht so mit dem Tageslicht und Musik macht man eh‘ besser wenn’s donkel isch…

Ah ja, apropos Sonne: es gab sogar 2 die so begeistert waren, dass sie diese mächtige Begeisterung schon am nächsten Tag mit in ihre Koffer packten und direkt nach Ägypten verfrachtet haben. Einschließlich sich selbst. Bin mal auf deren Bericht gespannt, ob die beiden Volksmusik-Missionare erfolgreich waren, oder ob’s vielleicht eher hieß: foreign types with the hookah pipes say: ay oh whey oh, ay oh whey oh, walk like an Egyptian!

Uwe Köppel, AK Volksmusik